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Lehrpfad „Erlebniswässerung im Unteren Wiesenttal“

Im Südosten Forchheims befindet sich eine Gewässer- und Wiesenlandschaft, die von natürlichen Wasserläufen ebenso geprägt ist, wie von künstlich angelegten Wassergräben. Bei letzteren handelt es sich zum Teil um Grabungen aus historischer Zeit (30-jähriger Krieg) und auch um Anlagen zur Bewässerung des landwirtschaftlich genutzten Wiesengebietes.

Auf Grund des Rückgangs der Wiesenbewirtschaftung sind diese Systeme in ihrem Bestand bedroht. Da dieses Bewässerungssystem sich in einem Areal befindet, in dem in der zweiten Hälfte des 19. Jh. die industrielle Entwicklung und ein wichtiger landwirtschaftlicher Erwerbszweig aufeinander stießen, und das dadurch den Charakter eines historischen Topos besitzt, handelt es sich um eine wichtige geschichtliche und landschaftsprägende Komponente.

Um diese Komponente langfristig zu erhalten und im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern, wurde dieses Areal unter den Gesichtspunkten des Gewässer- und Artenschutzes und unter Berücksichtigung der vorhandenen Industrie- und Agrardenkmale mit einem Lehrpfad in Form eines Rundweges erschlossen. In 9 Stationen, die mit Lehrtafeln ausgestattet sind, wird dieses historische System in seinem ursprünglichen Umfeld auf nachvollziehbare Weise dargestellt. Mittels dieses Lehrpfades werden nicht nur das landschaftliche Profil und die ökologischen Gegebenheiten, sondern ebenso das historische Spannungsfeld zwischen Industrialisierung, agrarischer Nutzung sowie Natur- und Landschaftsschutz vermittelt.

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