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Ottonische Befestigung Hummerstein

Das 10. Jahrhundert war eine bewegte Zeit. Während zu Anfang noch die Karolinger regieren, geht das Kaisertum im Jahre 919 an ein sächsisches Adelsgeschlecht über, die später so genannten Ottonen. Sie hatten im 10. Jh. mit vielen inneren wie äußeren Feinden zu kämpfen.

Während es im Inneren eine starke Opposition von Stammesherzögen und anderen Adligen gab, waren es die Ungarn als äußere Feinde, die vor allem Südund Mitteldeutschland mit ihren verheerenden Angriffen heimsuchten.

€Bis zur vernichtenden Niederlage bei der Schlacht auf dem Lechfeld im Jahre 955 entstanden quer durch Deutschland viele Befestigungen zur Verteidigung und zum Schutz der Zivilbevölkerung.

Der Hummerstein ist ein beeindruckendes Beispiel einer solchen ottonischen Burg, die besonders zur Abwehr der schnellen Reiterangriffe geeignet war. Dazu werden entweder besonders hohe Wälle aufgeschüttet, oder eine Vielzahl von Wällen, Gräben oder Fallgruben gestaffelt hintereinander angelegt.

Die Befestigung ist in eine niedriger gelegene Vor- und eine höher gelegene Hauptburg unterteilt. Im Gelände vor der Vorburg sind außerdem noch einzelne Terrassierungen mit verschliffenen Wällen und Gräben zu erkennen. Besonders beeindruckend ist die Höhe der Befestigung der Hauptburg. Sie ist auf eine natürliche Felskante aufgesetzt und durch ihre Steilheit von angreifenden Reitertruppen praktisch nicht einzunehmen.

Ob auf dem Hummerstein eine militärische Einheit ständig stationiert war oder ob die Befestigung nur im Falle der Gefahr benutzt wurde, kann derzeit nicht beantwortet werden.

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