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Lindelberghalle – Umbau und Umnutzung zur Kulturhalle

 

Projektträger: Markt Igensdorf

Aktueller Projektstand: Das Projekt wurde von der LEADER-Bewilligungsbehörde bewilligt und befindet sich in der Umsetzung.


Die Lindelberg-Kulturhalle befindet sich in Igensdorf, der südlichsten Gemeinde im Bezirk Oberfranken, hier am Ortsrand des Gemeindeteils Stöckach. Die Lindelberghalle wurde in den Jahren 1983 bis 1984 als sogenannte Mehrzweckhalle mit angeschlossener Gastronomie, auch im Sinne eines Vereinsheims, errichtet und wurde seither als solche genutzt. Der Baustil und die Ausführung in Stahlbeton-Skelett-Bauweise sind typisch für derartige Mehrzweckbauten, die in den 1970er bis 80er Jahren für eine multiple Nutzung errichtet wurden. Die Lindelberghalle und ihre Räumlichkeiten wurde für die Nutzung durch alle örtliche Vereine und Aktivitäten - vorwiegend solche der örtlich ansässigen Bevölkerung - errichtet. Es fanden sowohl dauerhafte, stetig wiederkehrende Aktivitäten (wie Hallensport, Singen, Kegeln) als auch Einzelveranstaltungen statt (z. B. Marktsingen, Konzerte des Musik- und Trachtenvereins, Theatertage). Bis zum Beginn der Sanierungs- und Umbaumaßnahmen 2016 wurde das Gebäude ständig im Sinne des ursprünglichen Verwendungszweckes genutzt. Auf Seiten des Marktes Igensdorf wurde durch die Einigung auf eine Ablöse an den FC Stöckach der Weg freigemacht für die energetische Sanierung und den Umbau der Halle, um sie als erneuerte und optimierte Infrastruktur für Aktivitäten der Bevölkerung, aber auch für eine überregional bedeutsame kulturelle Nutzung wieder zu öffnen. Der FC Stöckach hat das Gebäude im Rahmen der bisherigen Nutzung an die Markgemeinde übergeben, und der Markt Igensdorf die Halle im Zustand zum Zeitpunkt des Stichtags (1.10.2017) übernommen.

Mit dem ersatzlosen Wegfall der Lindelberghalle wurde das Fehlen von Räumlichkeiten für kulturelle Zwecke und als Ort für ein gemeinsames bürgerschaftliches Engagement besonders deutlich. Wie dringend die Gemeinde eine soziale Infrastruktur benötigt, haben vor allem auch die letzten Jahre gezeigt. Die Nutzung der Grundschul-Aula kommt nur vorübergehend und kurzfristig in Betracht. Darüber hinaus erfuhr der ursprüngliche Sanierungsansatz durch die Entwicklungen der letzten Jahre einen Wandel. So wurde auf der Klausurtagung des Marktgemeinderats im Oktober 2021 eine mögliche Perspektive erarbeitet, das Projekt innerhalb einer Prioritätenliste wieder aufzunehmen und einer schrittweisen Fertigstellung zuzuführen. Die Entwicklung der Gastronomie wurde zunächst zurückgestellt, um im ersten Schritt die Inwertsetzung und Wiedereröffnung der Kulturhalle und ihrer Räumlichkeiten sicherzustellen. Bis zur Leistungsphase 5 (Ausführungsplanung) sind derzeit alle Leistungen erbracht. Für die geplante Inwertsetzung werden die bestehenden Pläne herangezogen, eine Neuplanung erfolgt nicht.

Übergeordnete Ausgangssituation: In der gesamten engeren und weiteren Region fehlt ein identitätsstiftender, verbindender Kultur- und Begegnungsort.

Umbau der Lindelberghalle zur multifunktionalen Kulturhalle und Bildungseinrichtung mit zugrunde liegendem Akustik-, Raum- und Medienkonzept

Die Lindelberghalle wird zur Kulturhalle am bestehenden Standort umgebaut und „umgewidmet“. Es erfolgt ein Ausbau der bereits entkernten (und energetisch sanierten) Gebäudehülle. Dabei sind alle Rohbaumaßnahmen bereits erfolgt. Im Wesentlichen gliedern sich der weitere Ausbau und die Ausstattung in mehrere Räume und Einzelmaßnahmen.
Während der große Saal adäquat an die zukünftige Nutzung angepasst wird und eine erweiterte Ausstattung erhält, kommen an anderer Stelle neue Räumlichkeiten hinzu, die die Hochwertigkeit des gesamten Komplexes als Bildungs- und Kultureinrichtung unterstreichen - ein Multimediaraum im Erdgeschoß (nicht zur Förderung beantragt), ein kleiner Saal und ein VHS-Raum im Untergeschoß sowie je ein Eingangsbereich mit Garderobe und eine eigene Künstlergarderobe.

Das Projekt erfreut sich über eine LEADER-Bewilligung i.H.v. 1.700.000,00 €.

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