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Neukonzeption der Dauerausstellung in der Synagoge Ermreuth

 

Projektträger: Zweckverband Synagoge Ermreuth
Aktuelle Projektstand: Das Projekt ist fertiggestellt und wurde am 28.07.2019 eröffnet.

Synagoge Ermreuth, Außenansicht von vorne Synagoge Ermreuth Außenansicht, Rückseite mit Garten

Synagoge Ermreuth innenansicht, Ausstellung auf der Frauenempore Synagoge Ermreuth Innenansicht


Die zweistöckige Synagoge Ermreuth als eine der größten und bedeutendsten Landsynagogen Oberfrankens wurde 1822 errichtet. Als Gottes- und Versammlungshaus war sie Mittelpunkt der jüdischen Gemeinde, bis sie in der Pogromnacht 1938 verwüstet und geschändet wurde. Lediglich weil sie direkt von Wohnhäusern umgeben war, blieb sie erhalten. Nach ihrer Restaurierung 1994 wurde sie nach mehreren Fremdnutzungen in den Jahrzehnten davor wieder geweiht und als jüdisches Gotteshaus neu eröffnet. Sie zählt nun mehr mit zu den herausragenden Sakralbauten im Landkreis Forchheim und der fränkischen Region.

Seit der Restaurierung dient eine Dauerausstellung auf der Frauenempore der Dokumentation Leben und Kultur der jüdischen Landgemeinden in Oberfranken am Beispiel Ermreuth. Die Ausstellung zeigt Utensilien des aus dem Leben der jüdischen Gemeinde Ermreuth, sogenannte „Genisa“. 1988 wurden diese auf dem Dachboden der Synagoge sichergestellt.

Das Projekt „Neukonzeption der Dauerausstellung in der Synagoge Ermreuth“ modernisierte und bereitete die bereits bestehende eher laienhafte Ausstellung auf, damit sie nun museumsdidaktischen Standards entspricht. Ein wichtiger Aspekt dabei waren vor allem die klimatischen und konservatorischen Maßnahmen, wie z.B. ein Lichtschutz an den Fenstern der Synagoge und Arbeiten zur Textilrestaurierung. Darüber hinaus wurden die Strategien der Öffentlichkeitsarbeit neu überarbeitet.

Die museale Dokumentation besteht aus zwei Teilen: Die Geschichte der Synagoge, die vorwiegend die Bau- und Nutzungsgeschichte der Synagoge dokumentiert, und die Geschichte der jüdischen Gemeinde.  

Der neu gestaltete Außenbereich lädt mit Sitzbänken zum Verweilen ein und gibt einen ersten Einblick vom Gebäude und dessen Geschichte in einem Schaukasten an die Öffentlichkeit wieder.

Im Erdgeschoss sind mithilfe neuer Medien und bereits vorhandener Fotografien die Spuren der Zerstörung und Fremdnutzung der Synagoge wieder erkennbar, um die wechselhafte Geschichte des Gebäudes aufzuzeigen. Eine Touchscreen-Station erklärt die Baugeschichte und die Geschichte der Synagoge, daneben erinnert eine Tafel an die aus Ermreuth verschleppten Juden. Bei der kleinen Zwischentür im Eingangsbereich gibt eine Texttafel Aufschluss über die Funktion dieser Tür und die Rolle der Frau im Judentum.

Durch diese Türe gelangt man in die Frauenabteilung der Synagoge. Auf der Frauenempore präsentiert die Dauerausstellung die noch vorhandenen „Genisa“, welche auch diverse Themen des Gemeindelebens behandelt und durch verschiedene Medien und kulturhistorische Dokumente ergänzt wird.

Das umgesetzte Projekt macht die Synagoge Ermreuth zu einem optimalen Lernort für Jugendliche und Erwachsene und lädt dazu ein in einen Teil jüdische Geschichte und dem Leben einer jüdischen Gemeinde einzutauchen. Gleichzeitig soll die Synagoge Ermreuth damit ein Mahnmal für kommende Generationen sein.

Geöffnet ist die Synagoge von April bis Oktober jeweils jeden 3. Sonntag im Monat von 14:00 bis 17:00 Uhr. Führungen durch die Synagoge finden jeweils am 1. Sonntag im Monat um 15:00 Uhr sowie nach vorheriger Vereinbarung statt.

 

Link zur Homepage der Synagoge Ermreuth

Infotafel als PDF anzeigen

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