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Druidenhain

€Der Druidenhain liegt in 458 m Höhe auf der Hochfläche der Fränkischen Schweiz. Bekannt geworden ist er wegen der zahlreichen strukturiert ausgerichteten Steinblöcke. Die hier herausragenden Felsblöcke sind vor etwa 160 Mio. Jahren in der Periode des Jura in warmem Meerwasser entstanden, in dem Schwämme mächtige Riffe bildeten.

Druidenhain€

Bereits ab Ende des oberen Jura, über einen Zeitraum von etwa 60 Mio. Jahren bis in die mittlere Kreideperiode hinein, fiel der Bereich immer wieder trocken und es entstand die heute sichtbare Karstlandschaft mit Kesseltälern, Höhlen und Dolinen. In diesen Perioden zog sich wechselweise das Meer immer wieder zurück und überflutete diese Region dann wieder für die Dauer einiger Millionen Jahre. Die Karstlandschaft wurde seit der Oberkreide mit mächtigen Sandund Tonsedimenten bedeckt. Im anschließenden Alttertiär, als sich vor etwa 35 Mio. Jahren neben dem Schichtstufenland auch die Alpen oder der Rheingraben bildeten, wurden die Gesteinsschichten aufgewölbt und gekippt. €

Vor etwa zwei Mio. Jahren setzte erneute Erosion und Freilegung der Karstlandschaft ein, die bis heute andauert. Dabei wird das Kalk- und Dolomitgestein durch eindringendes Wasser, chemische Lösungsprozesse und Eissprengung in einzelne Blöcke aufgelöst.

€Durch seine Kompaktheit und relative Festigkeit sowie die Ausbildung von ausgewaschenen Höhlungen entstanden die auf den Dolomit-Blöcken vorhandenen „Schüsseln“. Diese Auswaschungs- und Lösungsprozesse haben ebenfalls die Tropfsteinhöhlen der Region entstehen lassen. Sie können auch einzelne Gesteinsblö- cke durchdringen, wodurch sog. Strudellöcher, wie im „Taufstein“ vorhanden, entstehen. Eine Untersuchung der Universität ErlangenNürnberg aus dem Jahre 1990 von A. Baier und Th. Hochsieder belegt, dass die allermeisten Gesteinsblöcke nach wie vor in ihrer natürlichen Entstehungsrichtung liegen und bei den wenigen lageveränderten Blöcken eine natürliche Ursache für diese Veränderung sehr wahrscheinlich ist.

€Die Erscheinungsform des Druidenhains legt die Annahme nahe, dass der Ort ein Kultplatz keltischer Druiden gewesen sei. Für diese Vermutung gibt es keine unterstützenden Indizien. Die relative Nähe zu wichtigen keltischen Siedlungen schließt diese Möglichkeit allerdings nicht gänzlich aus.

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