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Kulturelle Ausstattung Rathaus Forchheim

 

Projektträger: Staadt Forchheim
Aktueller Projektstand: Das Projekt wurde in der LAG-Sitzung vom 05.03.2026 beschlossen.


Kulturelle Ausstattung Rathaus Forchheim

Das historische Rathaus inmitten der malerischen Altstadt Forchheims stammt aus dem späten Mittelalter und ist ein Einzeldenkmal von nationaler Bedeutung. Der zweigeschossige Hauptbau mit seinem beeindruckenden Fachwerk wurde 1402 errichtet. Der dahinter liegende dreigeschossige Magistratsbau und Registratsbau folgte später. Im Laufe der letzten 600 Jahre wurde das Gebäude mehrfach umgebaut. Dem großen Meister Ruhalm verdankt der beeindruckende Bau seine bekannten geschnitzten Figuren und Szenen, die alle der Ursprung kleiner Geschichten und Anekdoten sind. Aber auch das Innenleben des Gebäudes verdient besondere Aufmerksamkeit. Dort lassen sich sowohl der kleine und der große Rathaussaal, die das Antlitz längst vergangener Zeiten tragen, als auch die hölzerne Wendeltreppe, deren Spindel aus einem einzigen Eichenstamm gefertigt ist, bestaunen.
Das Historische Rathaus der Stadt Forchheim - früher Hauptsitz der Stadtverwaltung - wird seit 5 Jahren generalsaniert und soll künftig als "Haus der Begegnung" als Veranstaltungsort dienen. Der Abschluss der Sanierung ist für 2026 geplant. Im gesamten Stadtgebiet fehlen Räumlichkeiten, die für kulturelle, gesellschaftliche und soziale Aktivitäten zur Verfügung stehen.
Die Stadt Forchheim möchte das Historische Rathaus, ein Denkmal nationalen Ranges, so offen wie möglich bespielen: Verschiedenste gesellschaftliche Gruppen sollen hier in einer Vielzahl an Veranstaltungsformaten zusammenkommen und neben dem eigentlichen Veranstaltungszweck auch immer das historische Erbe, das dieses Gebäude auszeichnet, vermittelt bekommen. Das Nutzungskonzept wurde im Rahmen eines partizipativen Ansatzes unter breiter Beteiligung der in Betracht kommenden Vereine, Organisationen und Institutionen erstellt. Die Nutzung des Rathauses ist für alle kulturelle, gesellschaftliche und soziale Gruppierungen in und um Forchheim herum möglich. Aufgrund von Denkmalschutzauflagen und der vielseitig geplanten Nutzungen soll ein Großteil der geplanten Ausstattung so flexibel und mobil wie möglich einsetzbar sein.

Das Projekt „Kulturelle Ausstattung des Historischen Rathauses“ ermöglicht im Großraum der Stadt Forchheim die Durchführung hochwertiger kultureller Veranstaltungen und Angebote bei gleichzeitiger vielseitiger Nutzung für soziale, soziokulturelle und Freizeit-Angebote für die rund 40 örtlichen Vereine und trägt somit als multisektorale Kultur- und Bildungseinrichtung maßgeblich zur Innenentwicklung der Stadt Forchheim bei. Örtliche Vereine finden mit ihren Konzerten und Vorstellungen ebenso Platz Vorträge, Workshops und Ausstellungen im künstlerischen wie auch im gesellschaftlichen Bereich. 

Im Rahmen eines partizipativen Ansatzes wurde ein Nutzungskonzept gemeinsam mit dem zukünftigen Nutzerkreis erstellt. Alle kulturtragenden und relevanten Vereine und Organisationen wurden vom Kulturamt eingeladen, sich im Rahmen von Netzwerktreffen daran zu beteiligen.

Mit der Umnutzung des Rathauses zum multifunktionalen Veranstaltungsgebäudes wird ein herausragender und einmaliger Beitrag zum sozialen und kulturellen Leben auch über die Stadtgrenzen hinaus geleistet. Die Basis für den Umbau zur Kulturhalle bilden das rege bürgerschaftliche Engagement und Vereinsleben vor Ort und darüber hinaus – bei gleichzeitigem Fehlen einer angemessenen Räumlichkeit – die Vielfalt kulturellen Lebens in der Großen Kreisstadt Forchheim. Der Erhalt und der Ausbau kultureller, sozialer und soziokultureller Aktivitäten ist verbunden mit der Entwicklung und dem Angebot entsprechender Räume.

Die Anschaffung von mobiler Ausstattung für den Veranstaltungsbetrieb im historischen Rathaus ermöglicht eine breite bürgerschaftliche Nutzung des Gebäudes bei geringem Ressourcenaufwand im Betrieb. Für die verschiedenen Nutzungsarten (Ausstellungen, Aufführungen, Konzerte) werden einfach zu nutzende Ausstattungsgegenstände angeschafft, die mit der fest verbauten Ausstattung harmonisch zusammenspielen.

Zur Umsetzung des geplanten Nutzungskonzepts ist die Anschaffung einer flexiblen und anpassungsfähigen Bestuhlung für den großen und kleinen Rathaussaal sowie von Bühnenpodesten, die in ihrer Abmessung auf die lokalen Gegebenheiten und die zu erwartenden Bespielungen angepasst sind, erforderlich. Weiterhin beschafft werden mobile Garderobenständer, eine Empfangstheke, mobile Ausstellungssysteme, Stellwände und ein mobiles Vorhangsystem sowie Notenständer, Pultleuchten, Dirigentenpodest und Stehhilfen für Konzerte und Musikprojekte.

Eine einfache Benutzbarkeit der kulturellen Ausstattung ist für das Einbringen ehrenamtlicher Arbeit für die zu erwartenden Veranstaltungen und Kulturprojekte essentiell.

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