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Pressetermin: Übergabe Förderbescheide

15.04.2026 - „Rückkehr der Riesen“: Zwei Förderbescheide ermöglichen Neubau einer modernen Elchstallung mit innovativer Umweltbildung

HUNDSHAUPTEN – Mit der feierlichen Übergabe von gleich zwei Förderbescheiden ist heute der Startschuss für ein bedeutendes Zukunftsprojekt im Wildpark Hundshaupten gefallen. Dank der Förderung durch LEADER und die Oberfrankenstiftung kann der Neubau einer modernen Elchstallung realisiert werden, der zugleich neue Maßstäbe in der Umweltbildung setzt.

In seinem Grußwort hob Landrat Ulm die Tragweite des Projekts für die Region hervor: „Die heutige Übergabe von zwei Förderbescheiden ist weit mehr als ein formaler Akt – sie ist ein starkes Signal für die Zukunft unserer Region.“ Das Vorhaben zeigt eindrucksvoll, wie regionale Entwicklung, Artenschutz und Umweltbildung Hand in Hand gehen können. Gerade innovative Bildungsangebote sind ein entscheidender Schlüssel, um das Bewusstsein für Natur- und Umweltschutz langfristig zu stärken.

Regierungspräsident Luderschmid freute sich, den Förderbescheid der Oberfrankenstiftung, die das Projekt mit rund 78.000 Euro unterstützt, persönlich zu überreichen. Die Oberfrankenstiftung fördert als verlässlicher Kofinanzierungspartner regelmäßig wegweisende Projekte im Wildpark Hundshaupten, um ihn als überregional bedeutsames Ausflugsziel in der Fränkischen Schweiz und als Bildungsort für Kinder wie Erwachsene auszubauen.

Auch Matthias Dotzler, LEADER-Koordinator für Oberfranken, der den LEADER-Förderbescheid in Höhe von knapp 197.000 Euro überreichte, unterstrich die Bedeutung des Projekts für die Entwicklung des ländlichen Raums sowie für den Schutz von Natur und Umwelt, indem ein sanfter Tourismus gefördert wird. Voraussetzung für eine LEADER-Förderung ist stets die konsequente Ausrichtung an den definierten LEADER-Zielen des Landkreises Forchheim, welche hier umfassend erfüllt werden.

Unter dem Titel „Rückkehr der Riesen“ greift das Projekt die Wiederansiedlung des Elchs in Mitteleuropa auf. Über Jahrhunderte war Europas größte Hirschart aus der Region verschwunden. „Seine langsame Rückkehr macht deutlich, dass sich Natur erholen kann – wenn wir ihr Raum geben und verantwortungsvoll mit ihr umgehen“, so Landrat Ulm.

Mit „Rückkehr der Riesen“ entsteht ein Leuchtturmprojekt, das über die Region hinausstrahlen soll. Inhalt des Projekts ist zunächst der Bau einer modernen, tiergerechten Elchstallung. Diese wird unter anderem für den kurzfristigen Aufenthalt der Tiere, die Versorgung von Jungtieren sowie die Behandlung erkrankter Tiere genutzt. Gleichzeitig entsteht ein neuer, attraktiver Lernort für Besucherinnen und Besucher.

Ein zentrales Element des Projekts ist eine geplante Veranda mit interaktiven Elcherlebnisstationen. An sechs Stationen wird Wissen über den Elch und andere Wildtiere anschaulich und erlebnisorientiert vermittelt. Besucherinnen und Besucher können lebensgroße Elchfiguren entdecken, typische Laute hören, Geweihe ertasten oder das Verhalten der Tiere interaktiv nachvollziehen. Auch ein spannender Kontrast zur Europäischen Zwergmaus als kleinstem Säugetier Europas ist Teil des Konzepts.

„Hier wird Wissen nicht nur vermittelt, sondern erfahr- und erlebbar gemacht“, betonte Landrat Ulm. Die Stationen stehen exemplarisch für ein modernes Bildungsverständnis: interaktiv, barrierearm und nachhaltig. Im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung regen sie dazu an, über das Verhältnis von Mensch und Natur sowie den Schutz unserer Umwelt nachzudenken.

Mit dem Projekt baut der Wildpark Hundshaupten seine Umweltbildungsangebote konsequent weiter aus. Neben klassischen Themen wie Wald und Tiere werden auch aktuelle Herausforderungen wie Klimawandel und Artenschutz aufgegriffen.

Von einem bereits mit Unterstützung von LEADER und Oberfrankenstiftung erfolgreich umgesetzten Projekt konnten sich die Gäste hautnah überzeugen: Im Besuchertunnel des Wisentgeheges kann man die sanften Kraftpakete aus der Wildnis hautnah und spektakulär erleben. „Die Tiere wissen, dass sie beim Läuten eines Glöckchens mit Belohnung in Form von Karotten rechnen dürfen“, so Lisa Winzer, stellvertretende Wildparkleiterin und verantwortlich für das umweltpädagogische Bildungsangebot.

Abschließend dankte Landrat Ulm allen Beteiligten: „Ohne die großartige Förderung und Kofinanzierung wäre das Projekt angesichts knapper öffentlicher Kassen nicht realisierbar.“ Sein besonderer Dank galt den Fördermittelgebern sowie allen Projektbeteiligten.

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